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Weigelie

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Weigelien – farbenprächtige Blütensträucher für Garten, Hecke und Kübel

Weigelien, botanisch Weigela, gehören zu den beliebtesten sommergrünen Blütensträuchern für den Garten. Mit ihren zahlreichen trichter- bis glockenförmigen Blüten sorgen sie vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer für eine beeindruckende Farbenpracht. Je nach Art und Sorte erscheinen die Blüten in Weiß, zartem Rosa, kräftigem Pink, Karminrot oder Dunkelrot. Viele Sorten öffnen ihre Blüten im Mai und Juni und zeigen bei günstiger Witterung im Spätsommer eine zweite, etwas schwächere Nachblüte.

Neben der reichen Blüte überzeugen Weigelien durch ihre robuste, pflegeleichte Art und ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Sie eignen sich als Solitärstrauch, für frei wachsende Blütenhecken, gemischte Gehölzpflanzungen und größere Beete. Kompakt wachsende Sorten finden auch in kleinen Gärten, Vorgärten oder ausreichend großen Pflanzgefäßen einen passenden Platz.

Besonders abwechslungsreich ist die große Auswahl an Wuchsformen und Blattfarben. Neben klassischen grünlaubigen Weigelien gibt es Sorten mit dunkelrotem, bronzefarbenem, gelblichem oder mehrfarbig panaschiertem Laub. Dadurch besitzen viele Weigelien auch außerhalb der Blütezeit einen hohen Zierwert.

Blütenfülle vom späten Frühjahr bis in den Sommer

Die Hauptblütezeit der Weigelien liegt meist zwischen Mai und Juni. Zu dieser Zeit sind die Triebe häufig dicht mit auffälligen Blüten besetzt. Die einzelnen Blüten besitzen eine röhren- oder trichterförmige Gestalt und stehen einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigen.

Einige Sorten beginnen mit helleren Blüten, die sich während des Aufblühens dunkler verfärben. Dadurch können sich gleichzeitig verschiedene Rosa- und Rottöne an einer Pflanze zeigen. Andere Weigelien begeistern durch reinweiße, kräftig rosafarbene oder tiefrote Blüten.

Nach der Hauptblüte können zahlreiche Sorten im Spätsommer oder frühen Herbst erneut einzelne Blüten bilden. Diese Nachblüte fällt meist nicht so üppig aus wie die erste Blüte, verlängert den dekorativen Wert der Pflanze jedoch deutlich.

Die Intensität der Blüte hängt stark vom Standort, dem Alter der Pflanze und der richtigen Schnittpflege ab. An sonnigen Plätzen und an ausreichend jungen, gut belichteten Trieben entwickeln Weigelien besonders viele Blütenknospen.

Weigelien als wertvolle Insektenpflanzen

Die auffälligen Blüten werden gerne von Bienen, Hummeln und anderen bestäubenden Insekten besucht. Besonders Hummeln können mit ihrem langen Rüssel den Nektar am Grund der röhrenförmigen Blüten gut erreichen.

Da Weigelien im späten Frühjahr und frühen Sommer blühen, ergänzen sie das Nahrungsangebot zwischen den frühen Frühlingsblühern und den später blühenden Sommerstauden. In einem insektenfreundlich gestalteten Garten lassen sie sich gut mit Lavendel, Katzenminze, Salbei, Storchschnabel, Sonnenhut und weiteren nektarreichen Pflanzen kombinieren.

Für einen besonders hohen ökologischen Wert empfiehlt es sich, Weigelien nicht als einzige Nahrungsquelle zu betrachten, sondern sie mit heimischen Gehölzen, Wildstauden und Pflanzen unterschiedlicher Blütezeiten zu ergänzen. So entsteht über einen langen Zeitraum ein abwechslungsreiches Angebot für verschiedene Insektenarten.

Große und kleine Weigelien für unterschiedliche Gärten

Weigelien unterscheiden sich deutlich in ihrer Wuchshöhe und Wuchsform. Klassische Sorten entwickeln sich zu kräftigen, breitbuschigen Sträuchern und erreichen je nach Sorte eine Höhe von etwa zwei bis drei Metern. Im Alter können sie ähnlich breit oder sogar breiter werden.

Kompakte und schwach wachsende Sorten bleiben dagegen häufig unter einem Meter Höhe. Sie eignen sich für kleine Beete, Vorgärten, niedrige Pflanzungen und größere Kübel. Dazwischen stehen zahlreiche mittelstark wachsende Sorten, die sich gut in gemischte Gehölzrabatten integrieren lassen.

Viele Weigelien wachsen zunächst aufrecht und entwickeln später leicht überhängende Seitentriebe. Diese natürliche, locker aufgebaute Wuchsform wirkt besonders attraktiv, wenn der Strauch ausreichend Platz erhält und nicht regelmäßig in eine starre Form geschnitten wird.

Bei der Auswahl sollte deshalb nicht nur auf die Blütenfarbe, sondern auch auf die spätere Höhe und Breite geachtet werden. Eine passend ausgewählte Sorte benötigt weniger Schnitt und kann sich dauerhaft gesünder und natürlicher entwickeln.

Weigelien mit dekorativen Blattfarben

Neben der Blüte spielt bei vielen modernen Weigelien-Sorten auch die Laubfarbe eine wichtige Rolle. Dunkellaubige Sorten besitzen bronzefarbene, rotbraune oder nahezu purpurfarbene Blätter. Sie bilden einen wirkungsvollen Kontrast zu rosafarbenen oder roten Blüten und setzen auch nach dem Ende der Blüte markante Akzente im Garten.

Gelblaubige Weigelien bringen helle, frische Farbtöne in Beete und Gehölzpflanzungen. Sie können dunklere Gartenbereiche optisch aufhellen, sollten jedoch nicht an zu schattigen Standorten gepflanzt werden, da ihre Blattfarbe dort häufig weniger intensiv ausfällt.

Mehrfarbig belaubte Sorten besitzen grüne Blätter mit cremeweißen oder gelblichen Rändern. Diese sogenannten panaschierten Weigelien wirken besonders leicht und elegant. Sie passen gut in romantische Gartenbilder, helle Gehölzrabatten und Pflanzungen mit weiß oder rosa blühenden Stauden.

Bei stark panaschierten Sorten können gelegentlich vollständig grüne Triebe auftreten. Diese wachsen häufig kräftiger als die buntlaubigen Pflanzenteile und sollten frühzeitig direkt an ihrem Ursprung entfernt werden, damit sie die gewünschte Sorte nicht überwachsen.

Weigelien als Solitärpflanzen

In Einzelstellung kann eine Weigelie ihre natürliche Wuchsform besonders schön entfalten. Als Solitär eignet sie sich für Rasenflächen, Vorgärten, größere Beete, Innenhöfe oder gut sichtbare Bereiche in der Nähe von Terrasse und Gartenweg.

Kräftig blühende oder dunkelblättrige Sorten wirken vor einem ruhigen Hintergrund besonders eindrucksvoll. Eine immergrüne Hecke, eine helle Hauswand oder eine schlichte Holzfassade können die Farben der Blüten und Blätter zusätzlich hervorheben.

Unterpflanzungen mit niedrigen Stauden, Zwiebelblumen oder Bodendeckern bedecken den Boden und sorgen dafür, dass die Pflanzfläche auch außerhalb der Weigelienblüte attraktiv bleibt. Dabei sollte jedoch ausreichend Abstand zum Stamm- und Wurzelbereich eingehalten werden, damit keine starke Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe entsteht.

Weigelien für frei wachsende Blütenhecken

Weigelien eignen sich hervorragend für frei wachsende, sommergrüne Blütenhecken. Durch ihren dichten, verzweigten Wuchs bieten sie während der Vegetationszeit einen guten Sichtschutz. Die reiche Blüte sorgt zugleich für einen lebendigen und farbenfrohen Gartenabschluss.

Besonders abwechslungsreich wirken gemischte Blütenhecken. Weigelien lassen sich beispielsweise mit Forsythien, Spieren, Deutzien, Kolkwitzien, Flieder, Pfeifensträuchern, Zierquitten, Felsenbirnen und Hortensien kombinieren. Durch die unterschiedlichen Blütezeiten bleibt eine solche Hecke vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein attraktiv.

Für streng geschnittene, sehr schmale Hecken sind stark wachsende Weigelien nur bedingt geeignet. Ein regelmäßiger Formschnitt ist zwar möglich, entfernt jedoch häufig einen Teil der bereits angelegten Blütenknospen. Ihre natürliche Blütenfülle zeigen Weigelien am besten in locker aufgebauten, frei wachsenden Pflanzungen.

Wer eine besonders kompakte Hecke oder niedrige Einfassung gestalten möchte, sollte gezielt schwach wachsende Sorten auswählen.

Der richtige Standort für Weigelien

Weigelien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. An einem sonnigen Platz entwickeln sie meist die größte Blütenfülle und eine besonders intensive Blattfärbung. Dunkel- und buntlaubige Sorten zeigen ihre charakteristische Laubfarbe ebenfalls am deutlichsten bei ausreichender Sonneneinstrahlung.

Im Halbschatten wachsen Weigelien grundsätzlich zuverlässig, blühen jedoch häufig etwas schwächer. Ein lichter Standort mit mehreren Stunden Sonne pro Tag ist meist ausreichend. Im tiefen Schatten werden die Triebe dagegen oft länger und lockerer, während die Blütenbildung deutlich zurückgeht.

Ein geschützter Standort ist vor allem für junge Pflanzen und empfindlichere Sorten von Vorteil. Sehr zugige Plätze oder Bereiche mit starker Wintersonne und trockenen Ostwinden können zu einer erhöhten Verdunstung führen.

Grundsätzlich gelten viele Weigelien als robust, gut winterhart und stadtklimaverträglich. Sie eignen sich daher auch für Vorgärten und Pflanzungen in bebauten Gebieten.

Welchen Boden benötigen Weigelien?

Weigelien sind hinsichtlich des Bodens relativ anpassungsfähig. Sie wachsen in vielen normalen Gartenböden, sofern diese ausreichend durchlässig sind und nicht dauerhaft vernässen.

Ideal ist ein humoser, nährstoffreicher und gleichmäßig frischer Boden. Eine gute Wasserversorgung unterstützt insbesondere während des Austriebs und der Blütenbildung ein kräftiges Wachstum. Der Boden sollte dennoch so locker sein, dass überschüssiges Regen- und Gießwasser zuverlässig abfließen kann.

Schwere, verdichtete Lehmböden sollten vor der Pflanzung tiefgründig gelockert werden. Bei schlechter Wasserableitung kann die Bodenstruktur durch geeignete mineralische Bestandteile verbessert werden.

Sehr leichte Sandböden profitieren von reifem Kompost oder humoser Pflanzerde. Dadurch können sie Wasser und Nährstoffe besser speichern. Eine Mulchschicht schützt zusätzlich vor schneller Austrocknung.

Weigelien kommen sowohl mit schwach sauren als auch mit neutralen oder leicht kalkhaltigen Böden zurecht. Extreme Bodenverhältnisse wie dauerhafte Staunässe, starke Verdichtung oder sehr trockene, nährstoffarme Standorte sollten jedoch vermieden werden.

Weigelien richtig pflanzen

Vor der Pflanzung wird der Boden gründlich gelockert und von ausdauernden Wurzelunkräutern befreit. Das Pflanzloch sollte deutlich breiter als der vorhandene Wurzelballen sein. Verdichtete Erde am Grund und an den Seiten des Pflanzlochs wird zusätzlich aufgebrochen.

Die Weigelie wird so eingesetzt, dass die Oberkante des Wurzelballens ungefähr mit der umgebenden Bodenoberfläche abschließt. Eine zu tiefe Pflanzung kann die Entwicklung beeinträchtigen und sollte vermieden werden.

Anschließend wird die Erde eingefüllt, vorsichtig angedrückt und die Pflanze gründlich eingeschlämmt. Ein Gießrand hilft dabei, das Wasser gezielt in den Wurzelbereich zu leiten.

Containerpflanzen können grundsätzlich während der gesamten frostfreien Jahreszeit gepflanzt werden. Besonders günstig sind das Frühjahr und der Herbst. Bei einer Pflanzung während warmer Sommermonate muss auf eine zuverlässige Wasserversorgung geachtet werden.

Bei höheren Sträuchern oder an windigen Standorten kann vorübergehend ein Pflanzpfahl sinnvoll sein, bis die Pflanze ausreichend eingewurzelt ist.

Der passende Pflanzabstand

Der Pflanzabstand richtet sich nach der späteren Größe der ausgewählten Sorte und der gewünschten Verwendung. Stark wachsende Weigelien benötigen als Solitär deutlich mehr Platz als kompakte Zwergsorten.

Für frei wachsende Hecken werden die Pflanzen dichter gesetzt als in Einzelstellung. Trotzdem sollte jede Weigelie genügend Raum erhalten, damit sie sich gesund verzweigen und gleichmäßig belichten kann.

Werden die Sträucher zu eng gepflanzt, wachsen sie häufig stark in die Höhe und verkahlen im unteren Bereich. Zudem steigt bei dichter, schlecht belüfteter Pflanzung das Risiko für Blattkrankheiten.

Es ist daher sinnvoll, die angegebene Endbreite der jeweiligen Sorte bereits bei der Planung zu berücksichtigen und nicht nur nach der aktuellen Größe der Jungpflanze zu entscheiden.

Weigelien richtig gießen

Frisch gepflanzte Weigelien benötigen während der Anwachsphase regelmäßig Wasser. Der Wurzelballen darf in den ersten Monaten nicht vollständig austrocknen.

Statt täglich nur geringe Mengen zu geben, sollte in größeren Abständen durchdringend gewässert werden. So gelangt das Wasser in tiefere Bodenschichten und fördert die Bildung eines kräftigen Wurzelsystems.

Gut eingewachsene Weigelien kommen mit zeitweiliger Trockenheit vergleichsweise gut zurecht. Während langer Hitzeperioden, auf leichten Sandböden oder an sehr sonnigen Standorten kann zusätzliches Gießen jedoch notwendig sein.

Wassermangel während der Blütenknospenbildung kann sich auf die Blütenfülle des folgenden Jahres auswirken. Auch Kübelpflanzen müssen regelmäßig kontrolliert werden, da das begrenzte Erdvolumen deutlich schneller austrocknet.

Staunässe sollte immer vermieden werden. Ein dauerhaft nasser Wurzelbereich kann zu Wurzelschäden und einem schwachen Austrieb führen.

Weigelien richtig düngen

Auf einem normalen, humosen Gartenboden benötigen Weigelien nur eine mäßige zusätzliche Düngung. Im Frühjahr kann eine dünne Schicht reifer Kompost im Wurzelbereich verteilt werden. Alternativ eignet sich ein organischer Dünger für Blüten- und Ziergehölze.

Eine zweite, zurückhaltende Düngergabe nach der Hauptblüte kann bei schwach wachsenden Pflanzen oder auf nährstoffarmen Böden sinnvoll sein. Ab dem Spätsommer sollte nicht mehr stark stickstoffbetont gedüngt werden, damit die jungen Triebe bis zum Winter ausreichend ausreifen.

Eine übermäßige Stickstoffversorgung fördert lange, weiche Triebe und kann die Blütenbildung beeinträchtigen. Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Düngung unterstützt dagegen einen kompakten Wuchs und eine gute Knospenbildung.

Bei Weigelien im Kübel ist eine regelmäßige Nährstoffversorgung wichtiger. Hier kann während der Wachstumszeit ein geeigneter Flüssig- oder Langzeitdünger verwendet werden.

Weigelien richtig schneiden

Der richtige Schnitt fördert die Blühfreude und verhindert, dass ältere Sträucher im Inneren verkahlen. Weigelien blühen hauptsächlich an den kurzen Seitentrieben des älteren Holzes und an Trieben, die im vorherigen Jahr gebildet wurden.

Ein kräftiger Rückschnitt im Herbst oder zeitigen Frühjahr würde deshalb einen großen Teil der bereits angelegten Blütenknospen entfernen. Der beste Zeitpunkt für stärkere Schnittmaßnahmen liegt direkt nach der Hauptblüte.

Beim regelmäßigen Auslichtungsschnitt werden einzelne der ältesten Äste möglichst bodennah entfernt. Dadurch gelangt wieder mehr Licht in das Innere des Strauchs und junge Triebe werden zur Entwicklung angeregt.

Zusätzlich können abgestorbene, beschädigte, sich kreuzende oder nach innen wachsende Zweige entfernt werden. Zu lange, störende Triebe lassen sich auf einen günstig stehenden Seitenzweig ableiten.

Weniger empfehlenswert ist es, sämtliche Triebe jedes Jahr auf die gleiche Höhe zurückzuschneiden. Dadurch entstehen häufig dichte Verzweigungen an den Schnittstellen, während der Strauch im Inneren und im unteren Bereich zunehmend verkahlt.

Verblühte Blüten entfernen

Das Entfernen verblühter Blütenstände ist bei Weigelien nicht zwingend notwendig. Ein leichter Rückschnitt nach der Hauptblüte kann jedoch einen gepflegten Aufbau unterstützen und bei einigen Sorten die spätere Nachblüte fördern.

Dabei sollten die Triebe nicht wahllos stark eingekürzt werden. Besser ist es, verblühte Bereiche gezielt bis zu einem kräftigen, gut stehenden Seitentrieb zurückzunehmen.

Bei großen, frei wachsenden Sträuchern kann auf das Ausputzen einzelner Blüten verzichtet werden. Hier genügt in der Regel ein regelmäßiges Auslichten älterer Zweige.

Alte Weigelien verjüngen

Ältere Weigelien können im Inneren verkahlen und nur noch an den äußeren Triebspitzen blühen. In diesem Fall ist eine schrittweise Verjüngung sinnvoll.

Dazu werden über zwei bis drei Jahre verteilt jeweils einige der ältesten und stärksten Äste bodennah entfernt. Junge, kräftige Triebe bleiben erhalten und übernehmen nach und nach den Neuaufbau des Strauchs.

Weigelien vertragen grundsätzlich auch einen stärkeren Rückschnitt. Bei einem radikalen Verjüngungsschnitt kann die Blüte im folgenden Jahr jedoch deutlich geringer ausfallen. Ein schrittweises Vorgehen erhält einen Teil der Blütenwirkung und führt meist zu einem gleichmäßigeren Pflanzenaufbau.

Sehr alte oder stark vergreiste Pflanzen können im späten Winter kräftig zurückgesetzt werden. Anschließend sollte der Neuaustrieb gezielt ausgelichtet werden, damit sich ein lockerer, stabiler Strauch entwickelt.

Weigelien im Pflanzkübel

Kompakte Weigelien-Sorten eignen sich gut für größere Pflanzgefäße auf Terrasse, Balkon oder im Eingangsbereich. Besonders attraktiv wirken Sorten mit dunklem, gelbem oder panaschiertem Laub, da sie auch außerhalb der Blütezeit dekorativ bleiben.

Das Pflanzgefäß sollte ausreichend groß und standfest sein. Mehrere Wasserabzugslöcher sowie eine Drainageschicht verhindern, dass sich überschüssiges Gießwasser im Wurzelbereich staut.

Als Substrat eignet sich eine hochwertige, strukturstabile Kübelpflanzenerde. Während der Wachstumszeit muss regelmäßig gegossen werden. Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen, gleichzeitig darf kein Wasser dauerhaft im Untersetzer stehen bleiben.

Da Nährstoffe im Kübel schneller aufgebraucht werden, ist eine regelmäßige, aber maßvolle Düngung erforderlich. Kompakte Sorten lassen sich durch einen leichten Schnitt nach der Blüte gut in Form halten.

Im Winter sind Weigelien grundsätzlich frosthart. Der Wurzelballen im Kübel ist jedoch stärker gefährdet als bei ausgepflanzten Pflanzen. Das Gefäß sollte daher isoliert und an einen geschützten Platz gestellt werden. Auch im Winter darf die Erde an frostfreien Tagen nicht vollständig austrocknen.

Winterhärte und Winterschutz

Die meisten Garten-Weigelien sind gut winterhart und benötigen ausgepflanzt keinen besonderen Winterschutz. Junge Pflanzen können in den ersten Standjahren von einer schützenden Mulchschicht im Wurzelbereich profitieren.

Spät austreibende Triebe, die durch eine zu starke oder zu späte Düngung entstanden sind, können bei frühem Frost zurückfrieren. Deshalb sollte ab dem Spätsommer auf stickstoffreiche Düngergaben verzichtet werden.

In sehr rauen oder windoffenen Lagen empfiehlt sich ein geschützter Standort. Kübelpflanzen benötigen grundsätzlich einen stärkeren Schutz, da Frost von allen Seiten auf den Wurzelballen einwirken kann.

Erfrieren einzelne Triebspitzen, können diese im Frühjahr bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Eine kräftige, gut eingewurzelte Weigelie treibt in der Regel zuverlässig wieder aus.

Krankheiten und Schädlinge

Weigelien gelten als robuste und pflegeleichte Gehölze. An einem geeigneten Standort treten nur selten ernsthafte Krankheiten oder Schädlinge auf.

Gelegentlich können Blattläuse an jungen Trieben und Knospen erscheinen. Bei gesunden Pflanzen verursachen sie meist nur vorübergehende Schäden. Natürliche Gegenspieler wie Marienkäfer, Florfliegen und Vögel regulieren den Befall häufig.

Bei feuchter Witterung und sehr dichter Pflanzung können Blattflecken oder andere Pilzerkrankungen auftreten. Eine luftige Wuchsform, ausreichender Pflanzabstand und das Gießen direkt am Boden verringern das Risiko.

Schwaches Wachstum und gelbliche Blätter können auf Staunässe, Bodenverdichtung oder Nährstoffprobleme hinweisen. Vor einer zusätzlichen Düngung sollte deshalb zunächst die Bodenfeuchtigkeit und der Zustand des Wurzelbereichs überprüft werden.

Geeignete Pflanzpartner für Weigelien

Weigelien lassen sich mit zahlreichen Gehölzen, Stauden und Gräsern kombinieren. Besonders schön wirken sie mit Pflanzen, die vor oder nach der Hauptblüte der Weigelie blühen. Dadurch bleibt die Pflanzung über einen langen Zeitraum attraktiv.

Geeignete Gehölzpartner sind unter anderem Forsythien, Spieren, Deutzien, Kolkwitzien, Pfeifensträucher, Zierquitten, Flieder, Hortensien und Felsenbirnen.

Im Staudenbeet harmonieren Weigelien gut mit Katzenminze, Storchschnabel, Salbei, Lavendel, Frauenmantel, Glockenblumen, Purpurglöckchen und Ziergräsern. Helle Staudenblüten bilden einen schönen Kontrast zu dunkelblättrigen Sorten, während rosafarbene und violette Blüten besonders harmonisch zu grün- oder gelblaubigen Weigelien passen.

Früh blühende Zwiebelpflanzen können den Bereich unter und vor dem Strauch bereits vor dem Austrieb beleben. Später übernehmen Sommerstauden und Gräser die gestalterische Wirkung.

Weigelien für kleine Gärten und Vorgärten

Durch die große Sortenauswahl sind Weigelien nicht nur für großzügige Gärten geeignet. Kompakt wachsende Sorten bleiben niedrig und entwickeln eine dichte, rundliche Wuchsform. Sie lassen sich in kleine Beete, Vorgärten und moderne Pflanzungen integrieren.

Besonders platzsparend wirken Sorten, die von Natur aus kompakt wachsen und nicht ständig zurückgeschnitten werden müssen. Dunkelblättrige Zwergformen können als farbiger Kontrast zwischen hellen Stauden, Ziergräsern und immergrünen Bodendeckern eingesetzt werden.

Auch in kleinen Gärten sollte der endgültige Platzbedarf berücksichtigt werden. Eine passend ausgewählte Weigelie entwickelt sich gesünder und blüht zuverlässiger als eine zu groß werdende Sorte, die jedes Jahr stark eingekürzt werden muss.

Pflegeleichte Blütengehölze mit großer Sortenvielfalt

Weigelien verbinden eine üppige Blüte mit einem unkomplizierten und robusten Wuchs. Sie gedeihen in vielen Gartenböden, sind gut winterhart und lassen sich vielseitig mit anderen Pflanzen kombinieren.

Die Auswahl reicht von großen, breit wachsenden Blütensträuchern bis hin zu kompakten Sorten für kleine Beete und Pflanzgefäße. Neben verschiedenen Blütenfarben stehen grüne, gelbe, bronzefarbene, dunkelrote und panaschierte Blätter zur Verfügung.

Ob als reich blühender Solitär, Bestandteil einer frei wachsenden Hecke, farbiger Strauch im Staudenbeet oder kompakte Kübelpflanze – mit der passenden Sorte bringt eine Weigelie über viele Jahre Farbe, Struktur und lebendiges Insektenleben in den Garten.

An einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit humosem, durchlässigem und gleichmäßig frischem Boden entwickeln sich Weigelien besonders zuverlässig. Ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt direkt nach der Blüte erhält den natürlichen Wuchs und fördert dauerhaft eine reiche Blütenbildung.

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