Englische und Historische Rosen – nostalgische Blüten, intensiver Duft und romantischer Wuchs
Englische und Historische Rosen verbinden üppige, nostalgisch geformte Blüten mit intensivem Duft und einem natürlichen, meist strauchförmigen Wuchs. Ihre dicht gefüllten, schalen- oder rosettenförmigen Blüten erinnern an alte Bauerngärten, herrschaftliche Parkanlagen und klassische Rosengärten. Gleichzeitig stehen zahlreiche moderne Englische Rosen zur Verfügung, die den besonderen Charakter alter Rosensorten mit einer längeren oder wiederkehrenden Blüte verbinden.
Das Farbspektrum reicht von reinem Weiß und zartem Creme über Gelb, Apricot und Lachs bis zu Rosa, kräftigem Pink, Dunkelrot und warmen Purpurtönen. Viele Sorten verändern ihre Farbe während des Aufblühens und zeigen dadurch verschiedene Nuancen gleichzeitig. Besonders geschätzt werden Englische und Historische Rosen außerdem wegen ihres häufig intensiven Duftes, der je nach Sorte klassisch rosig, fruchtig, würzig, süß oder leicht zitronenartig ausfallen kann.
Je nach Wuchsstärke eignen sich diese Rosen als Solitär, für romantische Rosenbeete, gemischte Staudenrabatten, frei wachsende Blütenhecken oder als duftender Blickfang an Sitzplätzen und Gartenwegen. Kräftige Sorten können teilweise auch an Rosenbögen, Obelisken oder Spalieren gezogen werden. Kompaktere Englische Rosen lassen sich zudem in ausreichend großen Pflanzgefäßen kultivieren.
Was sind Englische Rosen?
Englische Rosen sind eine vergleichsweise moderne Rosengruppe, die das Aussehen und den Duft Historischer Rosen mit den Eigenschaften neuerer Rosenzüchtungen verbindet. Typisch sind dicht gefüllte, schalen-, kelch- oder rosettenförmige Blüten, ein kräftiger Duft und ein buschiger bis leicht überhängender Wuchs.
Viele Englische Rosen blühen nicht nur einmal im Frühsommer, sondern bilden vom Juni bis in den Herbst hinein immer wieder neue Knospen. Die Blüten stehen einzeln oder in kleinen Gruppen an den Trieben. Abhängig von der Sorte wachsen Englische Rosen kompakt, breitbuschig oder kräftig aufrecht.
Einige Sorten bleiben etwa einen Meter hoch und eignen sich gut für kleinere Rosenbeete. Andere entwickeln sich zu großen Strauchrosen mit einer Höhe von zwei Metern oder mehr. Besonders kräftige und langtriebige Sorten können bei entsprechender Führung auch wie kleinere Kletterrosen verwendet werden.
Englische Rosen passen besonders gut in romantische, klassische und naturnah gestaltete Gärten. Durch ihre große Sortenauswahl lassen sie sich jedoch ebenso in moderne Pflanzkonzepte integrieren. In klar gegliederten Beeten können einzelne Sorten in größeren Gruppen gepflanzt werden und so eine ruhige, großzügige Blütenwirkung erzeugen.
Was sind Historische Rosen?
Als Historische Rosen werden im Allgemeinen Rosensorten und Rosengruppen bezeichnet, die bereits vor der Entstehung der modernen Teehybriden und der heutigen öfterblühenden Rosengruppen verbreitet waren. Viele dieser Rosen gehen auf sehr alte Gartenrosen zurück und wurden teilweise schon vor Jahrhunderten kultiviert.
Zu den Historischen Rosen gehören verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Dazu zählen beispielsweise:
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Alba-Rosen
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Damaszener-Rosen
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Gallica-Rosen
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Zentifolien
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Moosrosen
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Bourbon-Rosen
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Portland-Rosen
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Remontant-Rosen
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Historische China- und Teerosen
Die einzelnen Gruppen unterscheiden sich deutlich in Wuchs, Blütezeit, Winterhärte, Duft und Schnittbedarf. Viele alte Rosen blühen nur einmal im Jahr, zeigen dann jedoch über mehrere Wochen eine besonders reiche und eindrucksvolle Blütenfülle. Andere Historische Rosen können nach der ersten Hauptblüte erneut einzelne Blüten oder eine ausgeprägte Nachblüte entwickeln.
Typisch für viele Historische Rosen sind stark gefüllte, flache oder kugelige Blüten. Häufig besitzen sie einen intensiven, klassischen Rosenduft. Auch ihre natürliche, teilweise breit überhängende Wuchsform trägt zum nostalgischen Charakter dieser Rosen bei.
Englische und Historische Rosen – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Englische und Historische Rosen ähneln sich häufig in ihrer Blütenform, ihrem Duft und ihrer romantischen Wirkung. Dennoch handelt es sich nicht um dieselbe Rosengruppe.
Historische Rosen sind alte Sorten oder gehören zu traditionellen Rosengruppen, die teilweise bereits seit Jahrhunderten bekannt sind. Viele von ihnen blühen einmal im Frühsommer und entwickeln anschließend Hagebutten.
Englische Rosen sind dagegen moderne Züchtungen, die gezielt an den Stil alter Rosen erinnern. Viele Sorten verbinden nostalgische Blüten mit einer wiederkehrenden Blüte und einer verbesserten Gartenleistung.
Die Übergänge können für Gartenfreunde dennoch fließend wirken. Beide Rosengruppen lassen sich hervorragend miteinander kombinieren und schaffen gemeinsam ein abwechslungsreiches Rosenbeet mit unterschiedlichen Blütenformen, Düften und Blütezeiten.
Nostalgische Blütenformen
Die Blüten Englischer und Historischer Rosen unterscheiden sich deutlich von den hoch gebauten, spitz zulaufenden Blüten klassischer Edelrosen. Viele Sorten öffnen sich schalenförmig, kelchförmig, flach gefüllt oder dicht rosettenförmig.
Bei rosettenförmigen Blüten sind die zahlreichen Blütenblätter häufig regelmäßig um die Mitte angeordnet. Andere Sorten bilden tief gefüllte, kugelige Blüten, die sich erst nach und nach vollständig öffnen. Teilweise ist die Blütenmitte geviertelt, sodass die Blütenblätter in mehreren deutlich sichtbaren Bereichen angeordnet sind.
Diese Blütenformen verleihen den Rosen ihren besonders romantischen und nostalgischen Charakter. Je nach Sorte wirken die Blüten leicht und natürlich oder außergewöhnlich opulent.
Sehr dicht gefüllte Blüten können bei anhaltendem Regen empfindlicher reagieren. Die zahlreichen Blütenblätter halten Feuchtigkeit lange fest und öffnen sich bei ungünstiger Witterung teilweise nicht vollständig. Für niederschlagsreiche Regionen empfiehlt es sich daher, auf Sorten mit guter Regenfestigkeit oder etwas lockerer gefüllten Blüten zu achten.
Eine große Auswahl an Blütenfarben
Englische und Historische Rosen bieten eine vielfältige Farbpalette. Historische Rosen zeigen besonders häufig Weiß-, Rosa-, Rot- und Purpurtöne. Englische Rosen erweitern dieses Farbspektrum um zahlreiche warme Gelb-, Apricot-, Lachs- und Orangetöne.
Weiße und cremefarbene Rosen wirken elegant und lassen sich gut mit blauen, violetten oder silberlaubigen Stauden kombinieren. Zartrosa Sorten schaffen eine romantische und freundliche Atmosphäre. Kräftiges Pink, Dunkelrot und Purpur setzen ausdrucksstarke Akzente.
Apricotfarbene und gelbe Englische Rosen bringen warme Farbtöne in das Beet. Sie harmonieren besonders schön mit cremefarbenen Blüten, violetten Stauden, bronzefarbenem Laub und lockeren Ziergräsern.
Einige Sorten zeigen während des Aufblühens deutliche Farbveränderungen. Die Knospen können beispielsweise kräftig rosa oder orange erscheinen, während sich die geöffneten Blüten später zu Creme, Apricot oder einem helleren Rosa entwickeln. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Farbspiel innerhalb eines einzigen Rosenstrauchs.
Duftende Rosen für besondere Gartenplätze
Der Duft ist eines der wichtigsten Merkmale vieler Englischer und Historischer Rosen. Je nach Sorte kann er kräftig oder zurückhaltend, süß, würzig, fruchtig oder klassisch rosig sein.
Damaszener-Rosen sind für ihren besonders charakteristischen Rosenduft bekannt. Auch viele Bourbon-, Portland- und Zentifolien-Rosen besitzen ein intensives Aroma. Englische Rosen können neben klassischem Rosenduft auch an Zitrusfrüchte, Honig, Myrrhe, Mandeln oder reifes Obst erinnern.
Duftende Rosen sollten möglichst an Gartenplätzen gepflanzt werden, an denen ihr Aroma regelmäßig wahrgenommen werden kann. Geeignet sind Standorte in der Nähe von:
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Terrassen und Sitzplätzen
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Hauseingängen
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Gartenwegen
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Rosenbögen
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geöffneten Fenstern
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kleinen Ruheplätzen im Garten
Die Duftintensität ist nicht zu jeder Tageszeit gleich. Viele Rosen duften an warmen, windstillen Vormittagen besonders stark. Auch Blütenalter, Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen das Aroma.
Einmalblühende Historische Rosen
Viele Historische Rosen blühen nur einmal im Jahr. Ihre Hauptblüte beginnt häufig im Juni und kann mehrere Wochen andauern. Während dieser Zeit sind die Sträucher oft vollständig mit Blüten bedeckt.
Einmalblühende Rosen bilden ihre Blüten hauptsächlich an den Trieben, die im vorherigen Jahr gewachsen sind. Ein starker Rückschnitt im Frühjahr würde deshalb zahlreiche Blütenknospen entfernen.
Nach der Blüte entwickeln einige Sorten dekorative Hagebutten. Diese schmücken den Strauch im Spätsommer und Herbst und können Vögeln als Nahrung dienen. Voraussetzung ist, dass die verwelkten Blüten nicht vollständig abgeschnitten werden.
Einmalblühende Rosen eignen sich besonders für Gartenfreunde, die eine kurze, aber außergewöhnlich intensive Rosenblüte schätzen. Durch die Kombination mehrerer Sorten mit leicht unterschiedlichen Blütezeiten lässt sich die Hauptblüte verlängern.
Öfterblühende Englische und Historische Rosen
Viele Englische Rosen und einige Historische Rosengruppen sind öfterblühend oder remontierend. Nach der ersten Hauptblüte im Frühsommer bilden sie neue Triebe und Knospen. Je nach Sorte und Pflege erscheinen bis zum Herbst weitere Blüten.
Das Entfernen verwelkter Blüten unterstützt bei vielen öfterblühenden Sorten die Bildung neuer Knospen. Die verblühten Triebe werden bis zu einem kräftigen, gut entwickelten Blatt zurückgenommen.
Zwischen den einzelnen Blütenphasen können kurze Pausen liegen. Eine gleichmäßige Wasserversorgung, eine bedarfsgerechte Düngung und ausreichend Sonne fördern den neuen Austrieb.
Remontierende Historische Rosen blühen häufig nicht so durchgehend wie moderne Beetrosen. Sie können jedoch nach ihrer Hauptblüte eine zweite Blütenphase oder regelmäßig einzelne weitere Blüten entwickeln.
Wuchsformen und Größen
Englische und Historische Rosen besitzen meist einen strauchförmigen Wuchs. Je nach Sorte wachsen sie kompakt, aufrecht, breitbuschig oder bogig überhängend.
Kleinere Englische Rosen erreichen häufig etwa 80 bis 120 Zentimeter Höhe. Mittelstarke Sorten werden ungefähr 120 bis 180 Zentimeter hoch. Kräftige Strauchrosen und viele Historische Rosen können zwei Meter oder höher werden und sich im Alter deutlich in die Breite entwickeln.
Einige alte Rosen bilden Wurzelausläufer und können mit der Zeit größere Flächen einnehmen. Diese Eigenschaft kann in naturnahen Pflanzungen oder großen Gärten erwünscht sein. In kleinen Beeten muss das Ausbreitungsverhalten bei der Sortenauswahl berücksichtigt werden.
Viele Historische Rosen besitzen lange, leicht überhängende Triebe. Sie benötigen ausreichend Platz, um ihre natürliche Wuchsform zu entfalten. Werden sie dauerhaft zu stark zurückgeschnitten, verlieren sie häufig einen Teil ihres typischen Charakters.
Englische und Historische Rosen als Solitär
In Einzelstellung können besonders schöne oder kräftig wachsende Sorten ihre natürliche Form vollständig entwickeln. Als Solitär eignen sie sich für Rasenflächen, Vorgärten, Innenhöfe oder großzügige Staudenbeete.
Ein ruhiger Hintergrund aus einer geschnittenen Hecke, einer Hauswand oder dunkellaubigen Gehölzen hebt die Rosenblüten besonders wirkungsvoll hervor. Unterpflanzungen mit niedrigen Stauden oder Zwiebelblumen können den Übergang zum Beet harmonisch gestalten.
Bei der Solitärpflanzung sollte ausreichend Abstand zu Wegen und Sitzplätzen eingehalten werden. Viele Rosen entwickeln im Alter lange, bestachelte Triebe und benötigen mehr Raum, als die junge Pflanze zunächst vermuten lässt.
Rosenhecken mit romantischem Charakter
Kräftige Englische und Historische Rosen eignen sich hervorragend für frei wachsende Blütenhecken. Sie schaffen während der Vegetationszeit Sichtschutz, gliedern den Garten und sorgen für eine besonders natürliche Blütenwirkung.
Für eine einheitliche Rosenhecke können mehrere Pflanzen derselben Sorte verwendet werden. Abwechslungsreicher wirken Mischpflanzungen aus Sorten mit unterschiedlichen Farben, Blütezeiten und Wuchsformen.
Besonders gut lassen sich einmalblühende und öfterblühende Rosen kombinieren. Während die einmalblühenden Sorten im Frühsommer eine besonders intensive Blütenfülle zeigen, sorgen die öfterblühenden Rosen später im Jahr für weitere Farbe.
Da Rosen im Herbst ihr Laub verlieren, bieten Rosenhecken im Winter keinen vollständig geschlossenen Sichtschutz. Die verzweigten Triebe bilden jedoch weiterhin eine sichtbare Grundstücks- oder Gartenbegrenzung.
Verwendung als kleine Kletterrose
Einige kräftig wachsende Englische Rosen entwickeln lange, biegsame Triebe. In warmen Lagen oder an geschützten Standorten können solche Sorten an einem Spalier, Rosenbogen oder Obelisken befestigt werden.
Werden die Triebe möglichst waagerecht oder fächerförmig geführt, bilden sich entlang der Zweige zahlreiche kurze Seitentriebe. An diesen können sich zusätzliche Blüten entwickeln.
Nicht jede Englische Rose eignet sich für diese Verwendung. Entscheidend sind die tatsächliche Wuchsstärke, die Länge der Triebe und die Biegsamkeit der Zweige.
Historische Rosen mit langen Trieben können ebenfalls an Zäunen, Mauern oder größeren Rankgerüsten gezogen werden. Dabei benötigen sie eine stabile Befestigung, da Rosen keine eigenen Haftorgane besitzen.
Der richtige Standort
Englische und Historische Rosen bevorzugen einen sonnigen, warmen und luftigen Standort. Ideal sind Plätze mit mindestens fünf bis sechs Stunden direkter Sonne am Tag.
Ausreichend Sonne fördert eine reiche Blüte, kräftige Triebe und gut ausgereiftes Holz. Ein luftiger Standort sorgt dafür, dass Blätter und Blüten nach Regen schneller abtrocknen. Dadurch wird das Risiko für Pilzerkrankungen verringert.
Ein luftiger Platz sollte nicht mit einem dauerhaft windigen Standort verwechselt werden. Kalte Zugluft und starke Winde können lange Rosentriebe beschädigen und die Blüten schneller austrocknen lassen.
Einige Alba-Rosen und robuste Historische Rosen kommen auch mit lichtem Halbschatten zurecht. Dort fällt die Blüte meist etwas geringer aus. Im tiefen Schatten entwickeln sich die meisten Rosen nicht zufriedenstellend.
Sehr heiße Standorte vor stark reflektierenden Südwänden können zu Hitzestress führen. An solchen Plätzen muss besonders auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden.
Der ideale Boden für Rosen
Englische und Historische Rosen bevorzugen einen tiefgründigen, humosen und nährstoffreichen Boden. Besonders geeignet ist ein lockerer Lehmboden, der Wasser und Nährstoffe speichern kann, ohne zu Staunässe zu neigen.
Schwere und verdichtete Böden sollten vor der Pflanzung tiefgründig gelockert werden. Überschüssiges Wasser muss zuverlässig abfließen können, da dauerhaft nasse Böden die Rosenwurzeln schädigen.
Sehr leichte Sandböden trocknen schnell aus und können Nährstoffe nur begrenzt speichern. Reifer Kompost, hochwertige Pflanzerde und geeignete humusbildende Bodenverbesserer erhöhen die Speicherfähigkeit.
Rosen bilden ein tiefreichendes Wurzelsystem. Der Unterboden sollte deshalb ebenfalls locker und durchwurzelbar sein. Flachgründige oder stark verdichtete Standorte sind weniger geeignet.
Rosen nicht direkt nach Rosen pflanzen
An Standorten, an denen bereits über viele Jahre Rosen gewachsen sind, können neu gepflanzte Rosen auffällig schwach wachsen. Dieses Problem wird als Rosenmüdigkeit oder Nachbauproblem bezeichnet.
Betroffene Pflanzen bilden nur wenige neue Wurzeln, treiben schwach aus und entwickeln weniger Blüten. Soll erneut eine Rose an dieselbe Stelle gepflanzt werden, sollte der Boden im früheren Wurzelbereich großzügig ausgetauscht werden.
Ein kleiner Austausch unmittelbar um den neuen Wurzelballen reicht häufig nicht aus. Alternativ kann der Standort zunächst mehrere Jahre mit Pflanzen aus anderen Pflanzenfamilien genutzt werden.
Rosen richtig pflanzen
Containerrosen können während der gesamten frostfreien Jahreszeit gepflanzt werden. Besonders günstig sind das Frühjahr und der Herbst. Bei einer Sommerpflanzung ist eine zuverlässige Bewässerung erforderlich.
Vor der Pflanzung wird der Wurzelballen gründlich gewässert. Das Pflanzloch sollte deutlich breiter und tiefer als der Topfballen sein. Verdichtete Erde am Grund und an den Seiten wird sorgfältig gelockert.
Veredelte Rosen werden so eingesetzt, dass sich die Veredelungsstelle etwa fünf Zentimeter unterhalb der späteren Bodenoberfläche befindet. Diese Pflanztiefe schützt den empfindlichen Bereich vor Frost.
Nach dem Einsetzen wird das Pflanzloch mit lockerer Erde aufgefüllt. Die Erde wird vorsichtig angedrückt und die Rose gründlich eingeschlämmt. Ein Gießrand hilft, das Wasser gezielt in den Wurzelbereich zu leiten.
Wurzelnackte Rosen werden bevorzugt im Herbst oder zeitigen Frühjahr gepflanzt. Vor der Pflanzung sollten die Wurzeln mehrere Stunden gewässert werden. Beschädigte Wurzelenden werden sauber zurückgeschnitten.
Der passende Pflanzabstand
Der Pflanzabstand richtet sich nach der späteren Größe der jeweiligen Sorte. Kompakte Englische Rosen können enger gesetzt werden als breit wachsende Historische Rosen.
Bei einer Gruppenpflanzung sollten sich die Sträucher später leicht berühren können, ohne dauerhaft dicht ineinanderzuwachsen. Ausreichende Abstände verbessern die Belichtung und sorgen dafür, dass das Laub nach Regen schneller abtrocknet.
Zu dicht gepflanzte Rosen konkurrieren stärker um Wasser und Nährstoffe. Gleichzeitig steigt das Risiko für Pilzerkrankungen. Maßgeblich ist deshalb die zu erwartende Endbreite und nicht die geringe Größe der jungen Pflanzen.
Englische und Historische Rosen richtig gießen
Frisch gepflanzte Rosen benötigen während der Anwachsphase regelmäßig Wasser. Der Boden sollte langsam und durchdringend gewässert werden, damit die Feuchtigkeit auch tiefere Schichten erreicht.
Häufige kleine Wassermengen befeuchten meist nur die Oberfläche und fördern ein flaches Wurzelsystem. Besser ist es, seltener und dafür gründlich zu gießen.
Das Wasser sollte möglichst direkt an den Boden gegeben werden. Regelmäßig benetzte Blätter trocknen bei ungünstiger Witterung nur langsam ab und können anfälliger für Pilzerkrankungen werden.
Gut eingewachsene Historische Rosen sind häufig vergleichsweise robust und kommen mit kurzen Trockenperioden zurecht. Während langer Hitzephasen und auf leichten Böden benötigen jedoch auch ältere Rosen zusätzliche Wassergaben.
Rosen bedarfsgerecht düngen
Für einen kräftigen Austrieb und eine reiche Blüte benötigen Rosen eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Im Frühjahr kann reifer Kompost oder ein geeigneter organischer Rosendünger im Wurzelbereich verteilt werden.
Öfterblühende Englische Rosen profitieren nach der ersten Hauptblüte häufig von einer zweiten, zurückhaltenden Düngergabe. Einmalblühende Historische Rosen benötigen meist keine zusätzliche Sommerdüngung, sofern sie gesund und kräftig wachsen.
Ab dem Hochsommer sollte kein stark stickstoffbetonter Dünger mehr ausgebracht werden. Die jungen Triebe müssen bis zum Winter ausreichend ausreifen.
Eine übermäßige Düngung fördert lange, weiche Triebe und kann die Anfälligkeit für Krankheiten und Frostschäden erhöhen. Die Nährstoffmenge sollte deshalb an Boden, Pflanzenalter und Wuchsstärke angepasst werden.
Englische Rosen schneiden
Öfterblühende Englische Rosen werden im Frühjahr geschnitten, wenn die stärksten Fröste vorüber sind und die Knospen zu schwellen beginnen.
Zunächst werden abgestorbene, erfrorene, beschädigte und sehr schwache Triebe entfernt. Auch sich kreuzende oder nach innen wachsende Zweige können herausgenommen werden.
Anschließend werden die verbleibenden Triebe je nach Wuchsstärke und gewünschter Größe mäßig eingekürzt. Englische Rosen sollten nicht grundsätzlich so stark zurückgeschnitten werden wie klassische Edelrosen. Ihr natürlicher, strauchförmiger Aufbau soll erhalten bleiben.
Bei kräftig wachsenden Sorten genügt es häufig, sehr lange Triebe um etwa ein Drittel zurückzunehmen und einzelne alte Grundtriebe bodennah zu entfernen. Kompakte Sorten können etwas stärker geschnitten werden.
Während des Sommers können verwelkte Blüten bis zu einem kräftigen Blatt zurückgeschnitten werden. Dies unterstützt bei vielen Sorten die Bildung neuer Blütentriebe.
Einmalblühende Historische Rosen schneiden
Einmalblühende Historische Rosen tragen ihre Blüten hauptsächlich an den Trieben des Vorjahres und am älteren Holz. Ein kräftiger Frühjahrsschnitt würde deshalb einen großen Teil der Blüte entfernen.
Im Frühjahr werden nur abgestorbene, erfrorene oder beschädigte Triebe beseitigt. Notwendige Formkorrekturen und Auslichtungsschnitte erfolgen direkt nach der Blüte.
Dabei können einzelne alte Grundtriebe möglichst tief entfernt werden. Junge, kräftige Triebe bleiben erhalten, da sie im folgenden Jahr einen großen Teil der Blüten tragen.
Historische Rosen sollten nicht jährlich auf eine einheitliche Höhe zurückgeschnitten werden. Ihre natürliche, häufig überhängende Wuchsform entwickelt sich am schönsten, wenn nur gezielt ausgelichtet wird.
Remontierende Historische Rosen schneiden
Öfterblühende oder remontierende Historische Rosen können im Frühjahr ähnlich wie Strauchrosen behandelt werden. Abgestorbene und schwache Triebe werden entfernt, während die kräftigen Triebe nur mäßig eingekürzt werden.
Ein zu starker Rückschnitt kann den natürlichen Wuchs beeinträchtigen und zu langen, weichen Neutrieben führen. Regelmäßiges Auslichten und das Entfernen einzelner alter Grundtriebe ist meist günstiger als ein radikaler Schnitt.
Verwelkte Blüten können während des Sommers entfernt werden, wenn eine weitere Blüte gefördert werden soll. Sollen sich Hagebutten entwickeln, bleiben die späteren Blütenstände am Strauch.
Alte Rosen verjüngen
Ältere Rosensträucher können mit der Zeit im unteren Bereich verkahlen oder nur noch schwach blühen. Eine schrittweise Verjüngung ist meist schonender als ein vollständiger Rückschnitt.
Über mehrere Jahre werden jeweils einzelne der ältesten Triebe möglichst bodennah entfernt. Junge, kräftige Grundtriebe bleiben erhalten und übernehmen nach und nach den Neuaufbau des Strauchs.
Ein radikaler Rückschnitt kann bei robusten Rosen grundsätzlich möglich sein, führt jedoch häufig zu einem ungleichmäßigen Neuaustrieb und einer geringeren Blüte in den folgenden Jahren.
Bei sehr alten, wertvollen Historischen Rosen sollte deshalb möglichst behutsam vorgegangen werden.
Wildtriebe erkennen und entfernen
Viele Englische und Historische Rosen werden auf eine kräftige Rosenunterlage veredelt. Unterhalb der Veredelungsstelle können sogenannte Wildtriebe entstehen.
Diese Triebe gehören nicht zur gewünschten Rosensorte und wachsen häufig besonders stark. Sie sollten direkt an ihrem Ursprung entfernt werden. Ein einfaches Abschneiden oberhalb des Bodens reicht häufig nicht aus, da der Wildtrieb erneut austreiben kann.
Zur Entfernung wird die Erde am Ansatz vorsichtig freigelegt. Der Trieb wird möglichst tief abgerissen oder sauber herausgeschnitten.
Abweichende Blattfarbe, Bestachelung oder Blattform können auf einen Wildtrieb hinweisen. Entscheidend ist jedoch vor allem, dass der Trieb unterhalb der Veredelungsstelle entsteht.
Hagebutten als Herbstschmuck
Viele einmalblühende Historische Rosen und einige Englische Rosen bilden dekorative Hagebutten. Je nach Sorte sind sie rund, länglich, flaschenförmig oder abgeflacht.
Die Früchte erscheinen in Orange, Rot, Dunkelrot oder fast Schwarz und schmücken die Pflanzen teilweise bis weit in den Winter. Gleichzeitig dienen sie verschiedenen Vogelarten als Nahrung.
Damit sich Hagebutten bilden können, dürfen die verwelkten Blüten nicht abgeschnitten werden. Bei einmalblühenden Rosen kann daher nach der Hauptblüte bewusst auf das Ausputzen verzichtet werden.
Bei öfterblühenden Rosen können zunächst die frühen Blüten entfernt werden, um die Nachblüte anzuregen. Die letzten Blüten des Jahres bleiben anschließend zur Fruchtbildung stehen.
Der Wert für Bienen und andere Insekten
Viele Historische und Englische Rosen besitzen stark gefüllte Blüten. Bei sehr dicht gefüllten Sorten sind die Staubgefäße für Insekten nur schwer oder überhaupt nicht zugänglich.
Einfach und halbgefüllt blühende Sorten bieten Bienen, Hummeln und Schwebfliegen dagegen besser erreichbaren Pollen und teilweise Nektar. Sie sind für naturnahe Pflanzungen besonders interessant.
Auch stark gefüllte Rosen lassen sich in einen insektenfreundlichen Garten integrieren, wenn sie mit offenen Rosenblüten, Kräutern und nektarreichen Stauden kombiniert werden.
Geeignete Begleitpflanzen sind unter anderem Katzenminze, Salbei, Storchschnabel, Glockenblumen, Thymian, Lavendel, Sonnenhut und Herbstastern.
Geeignete Pflanzpartner
Englische und Historische Rosen harmonieren besonders schön mit Stauden, Zwiebelblumen und lockeren Ziergräsern. Die Begleitpflanzen sollten ähnliche Standortansprüche besitzen, ohne die Rosen stark zu bedrängen.
Klassische Rosenbegleiter sind:
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Katzenminze
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Steppen-Salbei
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Storchschnabel
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Frauenmantel
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Glockenblumen
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Lavendel
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Rittersporn
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Purpurglöckchen
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Schleierkraut
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Ziergräser
Blaue und violette Stauden bilden einen reizvollen Kontrast zu rosa, cremefarbenen und apricotfarbenen Rosen. Weiß blühende Begleiter unterstreichen eine romantische, elegante Gestaltung.
Dunkle Rosen in Purpur oder Rot lassen sich mit silberlaubigen Pflanzen und hellen Blüten auflockern. Gelbe und apricotfarbene Englische Rosen harmonieren mit warmen Violett-, Bronze- und Kupfertönen.
Die Begleitpflanzen sollten mit ausreichendem Abstand gesetzt werden. Stark wuchernde Stauden können den Rosen Wasser und Nährstoffe entziehen und die Luftzirkulation einschränken.
Rosen im Pflanzkübel
Kompakte Englische Rosen können auch in großen, tiefen Pflanzgefäßen kultiviert werden. Historische Rosen sind aufgrund ihres häufig kräftigen und breiten Wuchses meist besser für die Pflanzung im Gartenboden geeignet.
Der Kübel sollte ausreichend hoch und breit sein, da Rosen ein tiefreichendes Wurzelsystem entwickeln. Mehrere Wasserabzugslöcher und eine Drainageschicht verhindern Staunässe.
Als Substrat eignet sich eine hochwertige, strukturstabile Rosen- oder Kübelpflanzenerde. Während der Wachstumszeit müssen Kübelrosen regelmäßig gegossen und gedüngt werden.
Der Wurzelballen darf nicht vollständig austrocknen. Gleichzeitig sollte überschüssiges Wasser aus dem Gefäß ablaufen können und nicht dauerhaft im Untersetzer stehen bleiben.
Im Winter muss das Pflanzgefäß gegen starkes Durchfrieren geschützt werden. Eine isolierende Ummantelung und ein geschützter Standort an einer Hauswand helfen, den Wurzelbereich vor extremen Temperaturschwankungen zu bewahren.
Winterhärte und Winterschutz
Die Winterhärte unterscheidet sich je nach Rosengruppe und Sorte. Viele Historische Rosen, insbesondere robuste Alba-, Gallica- und Damaszener-Rosen, sind sehr gut winterhart.
Bei Englischen Rosen und empfindlicheren Historischen Sorten kann ein leichter Winterschutz sinnvoll sein. Im Spätherbst wird die Pflanzenbasis mit lockerer Gartenerde oder reifem Kompost angehäufelt. Dadurch wird vor allem die Veredelungsstelle geschützt.
In rauen oder windoffenen Lagen können die Triebe zusätzlich mit Tannenreisig oder einem luftdurchlässigen Winterschutzvlies versehen werden.
Kunststofffolien sind ungeeignet, da sich darunter Feuchtigkeit sammelt und die Luftzirkulation eingeschränkt wird.
Der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr. Vor dem Winter werden lediglich sehr lange Triebe leicht eingekürzt oder zusammengebunden, damit sie bei Sturm nicht abbrechen.
Krankheiten und Blattgesundheit
Englische und Historische Rosen können von typischen Rosenkrankheiten wie Sternrußtau, Echtem Mehltau und Rosenrost betroffen sein. Die Anfälligkeit unterscheidet sich deutlich zwischen den einzelnen Sorten.
Ein sonniger, luftiger Standort, ausreichende Pflanzabstände, eine ausgewogene Düngung und das Gießen direkt am Boden schaffen gute Voraussetzungen für gesunde Pflanzen.
Abgefallenes, krankes Laub sollte entfernt werden, da Pilzsporen darauf überwintern können. Sehr dicht gewachsene Sträucher können vorsichtig ausgelichtet werden, damit das Laub nach Regen schneller abtrocknet.
Viele robuste Historische Rosen besitzen eine gute natürliche Widerstandskraft. Bei Englischen Rosen sollte bei der Auswahl neben Blütenfarbe und Duft auch auf Blattgesundheit und Standorttoleranz geachtet werden.
Romantische Rosen für viele Gartenstile
Englische und Historische Rosen bereichern den Garten mit nostalgischen Blütenformen, intensivem Duft und einem charaktervollen, natürlichen Wuchs. Ihre Vielfalt reicht von kompakten, öfterblühenden Rosen für kleinere Beete bis zu großen, einmalblühenden Sträuchern für weitläufige Gärten und frei wachsende Hecken.
Historische Rosen begeistern mit ihrer langen Gartentradition, einer häufig überwältigenden Frühsommerblüte und teilweise dekorativen Hagebutten. Englische Rosen verbinden den Charme alter Rosen mit einer langen oder wiederkehrenden Blüte und einer großen Auswahl warmer Farbtöne.
Ob als duftender Solitär, romantische Rosenhecke, Mittelpunkt eines klassischen Rosenbeetes oder in Kombination mit Stauden und Ziergräsern – diese Rosen schaffen besondere Gartenbilder und gewinnen mit zunehmendem Alter an Ausdruck.
An einem sonnigen, luftigen Standort mit tiefgründigem, humosem und gut durchlässigem Boden entwickeln Englische und Historische Rosen ihre volle Schönheit. Eine gleichmäßige Wasserversorgung, ausgewogene Düngung und ein auf das jeweilige Blühverhalten abgestimmter Schnitt sorgen dafür, dass die Pflanzen über viele Jahre gesund wachsen und reich blühen.